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Die Kunst, ein Seidentuch zu tragen

Um den Hals, über den Schultern oder an der Taille gebunden: Mit wenigen Handgriffen erhält das Tuch einen neuen Charakter.

Ein Seidentuch im Format 90 × 90 cm bietet viele Möglichkeiten. Flach ausgebreitet zeigt es sein ganzes Motiv; gefaltet, drapiert oder geknotet treten einzelne Details hervor und verändern die Wirkung der Silhouette.

Um den Hals tragen

Das ist vielleicht die natürlichste Art, ein Tuch im Format 90 × 90 cm zu tragen.

Falten Sie es diagonal zu einem Dreieck. Die Spitze kann vorne liegen, während Sie die Enden hinter dem Hals verknoten, oder Sie führen die Enden nach vorne für einen wärmenderen Look.

Für eine klare Silhouette falten Sie das Dreieck mehrmals zu einem Band. Locker um den Hals geknotet, zeigt es mehr von der Bordüre und verändert die Komposition des Tuchs.

Der Knoten muss nicht genau in der Mitte sitzen. Leicht zur Seite verschoben wirkt das Tuch oft besonders natürlich.

Über die Schultern drapieren

Offen getragen zeigt das Tuch mehr von seinem Motiv und der Vielfalt seiner Farben.

Falten Sie es zu einem Dreieck und legen Sie es einfach über die Schultern, sodass beide Enden vorne locker herabfallen. Für eine asymmetrische Linie können Sie es auch etwas zu einer Schulter verschieben.

So kommt das Motiv besonders gut zur Geltung. Über einem Hemd, Kleid oder schlichten Strickteil wird das Tuch zu einem prägenden Teil der Silhouette.

An der Taille binden

Die Maße eines 90 × 90 cm großen Tuchs ermöglichen es auch, es um die Taille zu tragen.

Diagonal gefaltet lässt es sich seitlich über einem Kleid, Rock oder einer Hose binden. Die Spitze kann sichtbar bleiben oder je nach gewünschter Wirkung weiter eingefaltet werden.

So getragen bringt das Tuch Farbe und Bewegung ins Outfit, ohne unbedingt zum Mittelpunkt zu werden.

Als Top tragen

Ein großes Tuch kann auch zu einem leichten Kleidungsstück werden.

Zu einem Dreieck gefaltet und einfach verknotet, lässt es sich an warmen Tagen oder unter einer Jacke als Top tragen. Je nach Knoten bedeckt das Motiv die Vorderseite oder zeigt mehr von der Bordüre.

So lässt sich dasselbe Tuch ganz neu entdecken: Aus einem Accessoire wird ein eigenständiges Kleidungsstück.

Mit dem Motiv spielen

Je nachdem, wie ein bedrucktes Tuch gefaltet wird, verändert sich seine Wirkung.

Eine diagonale Faltung hebt die Mitte des Motivs hervor. Mehrfach zu einem Band gefaltet, zeigt das Tuch stärker seine Bordüren, Linien und Farbakzente. Locker drapiert können mehrere Teile der Komposition zugleich sichtbar werden.

Bevor Sie nach einem bestimmten Knoten suchen, betrachten Sie das Tuch einfach ausgebreitet. Wählen Sie die Farbe oder das Detail, das Sie zeigen möchten, und falten Sie es von dieser Stelle aus.

Dasselbe Tuch kann so ganz unterschiedliche Ausdrucksformen erhalten.

Die eigene Trageweise finden

Komplizierte Knoten müssen Sie nicht beherrschen. Oft sind es die einfachsten Handgriffe, die man ganz selbstverständlich in den Alltag übernimmt.

Um den Hals, über den Schultern, an der Taille gebunden oder als Top getragen: Mit jeder Person erhält das Tuch einen anderen Charakter.

Probieren, lösen, neu falten. Mit der Zeit werden manche Handgriffe vertraut – und das Tuch wird wirklich zu Ihrem eigenen.

Damit Ihr Tuch lange schön bleibt, lesen Sie unseren Pflegeleitfaden.

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